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Zahnentzündung

 

Entzündet sich ein Zahn, so bezieht sich die Entzündung auf das Zahninnere, das Markorgan, die Pulpa. Man spricht also von einer Pulpitis. Die häufigsten Ursachen sind Karies, Trauma und Folgen zahnärztlicher Eingriffe. Für die Behandlung ist die Vorhersage, ob die Entzündung wieder abflauen kann oder ob sie in einem Teufelskreis endet, an dessen Ende das Absterben des Zahninneren steht, entscheidend. Die übrigen Entzündungen, die an Zähnen auftreten, sind streng betrachtet keine Entzündungen des Zahns als solchem, sondern Entzündungen, die das umgebende Gewebe betreffen. Es handelt sich um Parodontitiden. Dank seiner langjährigen Erfahrung als Zahnarzt und Kieferorthopäde kann Dr. Marc Werner Zahn– und Zahnfleischentzündungen zuverlässig diagnostizieren und zeitgemäß therapieren.

 

Entzündung ist die immer gleiche Antwort des Organismus auf schädigende Reize. Die Entzündung kann akut mit den typischen Merkmalen einer Entzündung sein oder chronisch. Bei Vorliegen einer akuten Entzündung treten Schmerz, Rötung, Wärme, Schwellung und gestörte Funktion auf. Bei chronischen Entzündungen sind die Symptome sehr viel diskreter bis gar nicht wahrzunehmen. Es können aber auch chronische Schmerzen im Gesichtsbereich durch chronische Entzündungen verursacht werden. Chronische Schmerzen können sehr viele Ursachen haben. Man muss bedenken, dass Zähne nur eine von vielen sind.
 

Zahnfleischentzündung

Zahnfleischentzündung ist die Entzündung der Haut, die den Zahn umgibt. Eine Zahnfleischentzündung ist keine Parodontitis. Bei einer Parodontitis sind alle Strukturen des gesamten Zahnhalteapparats betroffen. Eine Parodontitis ist aber immer mit einer Zahnfleischentzündung verbunden. Die Zahnfleischentzündung ist die Vorstufe der Parodontitis. Wenn eine Zahnfleischentzündung lange genug besteht, kann aus ihr eine Parodontitis werden. Das Zahnfleisch wird daher vom Zahnarzt als Indikator benutzt. Wenn das Zahnfleisch gesund ist, ist auch das Parodontium entzündungsfrei. Es ist daher wichtig, eine gute Zahnpflege, die auch die Reinigung der Zahnzwischenräume mit einschließt, zu betreiben, um sich vor Entzündungen des Zahnfleischs zu schützen und einer Parodontitis vorzubeugen. Ist das Zahnfleisch trotz guter Zahnpflege bereits länger als eine Woche entzündet, so besteht der Verdacht, dass sich bereits eine Parodontitis entwickelt hat. Eine medikamentöse Selbstbehandlung mit Salben ist nur in wenigen Ausnahmen sinnvoll. Es ist im Zweifel besser, den Zahnarzt aufzusuchen.

 

Parodontitis

Je nach Eintrittspforte der Bakterien wird unterschieden in eine Parodontitis apikalis (von der Wurzelspitze ausgehend) oder marginalis (vom Zahnfleischrand ausgehend). Beide Varianten können als akute Entzündung zu quälenden Schmerzen führen. Als chronische Entzündungen können sie aber auch viele Jahre unbemerkt bleiben.

 

Zahnwurzelentzündung

Der Begriff der Zahnwurzelentzündung ist medizinisch betrachtet nicht genau. Er beschreibt die starken Schmerzen, die bei einer akuten fortgeschrittenen Pulpitis auftreten können oder sogar Folge einer apikalen Parodontitis sein können. Therapeutisch besteht dann nur noch die Möglichkeit, entweder den Zahn zu entfernen oder ihn mit einer Wurzelkanalbehandlung eventuell erhalten zu können. Im Rahmen der Schmerzbehandlung wird in beiden Fällen der Zahn eröffnet, so dass sich stauendes Sekret aus dem Zahn entleeren kann und der Druck, der im Zahn oder an der Wurzelspitze herrscht, nachlässt.

 

Zahnnerventzündung

Die Entzündung des Zahnnervs ist gleichbedeutend mit einer Pulpitis. Ist die Pulpitits nicht mehr reversibel und der Zahn soll erhalten werden, ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich. Es sind dazu mehrere komplexe Behandlungsschritte notwendig. Zunächst muss für ausreichende Schmerzausschaltung gesorgt werden. Im Anschluss muss eine Zugangskavität geschaffen werden, die möglichst klein, aber so groß ist, dass ein guter Zugang zu den Wurzelkanälen gegeben ist. Dann wird das noch durchblutete Markorgan aus dem Zahn entfernt. Als nächstes beginnt man, das tropfsteinhöhlenartige Kanalsystem zu runden genormten Gängen zu feilen, durch den Einsatz von Spüllösungen zu reinigen, zu desinfizieren und im Anschluss mit genormten Papierspitzen zu trocknen. Dann kann das Gangsystem hermetisch dicht verschlossen werden. Der Zahn wird danach mit einer Füllung zwischenzeitlich versorgt, bis nach einer den Erfolg abwartenden Zeitspanne eine Krone notwendig wird, um den durch die Behandlung in seiner Wandstärke stark geschwächten Zahn dauerhaft zu restaurieren.
 

Pulpitis

Die Pulpitis ist die Entzündung des Zahnmarks der Pulpa. Das Hauptsymptom der Pulpitis ist der Schmerz, der von alleine auftritt oder nach einem Reiz (Wärme, Kälte, süß) länger als einige Sekunden andauert. Das Spektrum reicht von leichtem Ziehen bis zu sehr starken quälenden Schmerzen. Ein Zahn kann an einer Pulpitis erkranken und wieder gesund werden, wenn das Ausmaß der Schädigung bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Man spricht dann von einer reversiblen Pulpitis. Sind die Grenzen der Belastbarkeit jedoch überschritten, kommt es am Ende des Prozesses zum Absterben des Markorgans, zur Pulpanekrose. Sollte die Pulpitis als irreversibel eingeschätzt werden, so muss der Zahn entweder entfernt oder wurzelkanalbehandelt werden. Es gibt auch die chronische Pulpitis, bei der es nicht zum Absterben des Markorgans, aber auch nicht zum Verschwinden der Pulpitis kommt. Dies sind oft sehr schwierig zu behandelnde Zähne, weil die Diagnose sehr schwierig zu stellen ist.

 

Eiterzahn

Im Verlauf einer Pulpitis kann es auch zur Bildung von Eiter kommen. Häufig ist dies mit der Anwesenheit von Bakterien im Bereich des Markorgans verknüpft. Bleibt dies unbehandelt, so kommt es zur Gangrän der Pulpa (zum fauligen Zersetzten des Gewebes). Die Behandlungsoptionen sind Zahnentfernung oder Wurzelbehandlung. Der Erfolg von Wurzelbehandlungen bei Zähnen, deren Markorgan bakteriell zersetzt ist und Zähnen, bei denen das Markorgan noch lebendig ist, ist unterschiedlich. Da das Markorgan bei lebendiger Pulpa noch durchblutet wird, werden die Bakterien vom Immunsystem in Schach gehalten. Findet keine Durchblutung mehr statt, können sich die Bakterien ungehemmt ausbreiten und den gesamten Innenraum des Zahns besiedeln. In diesem Fall ist die Behandlung natürlich langwieriger. Bleibt ein abgestorbener Zahn längere Zeit unbehandelt, so kann die Entzündung auf den Knochen um die Wurzelspitze übergreifen und dort ebenfalls zu Eiterungen führen. Diese können zu einer Eiteransammelung mit Schwellung im Gesichtsbereich führen.

 

Wurzelbehandlung

Will man den Zahn retten, so ist eine Wurzelbehandlung oder Wurzelkanalbehandlung nötig. Ziel dieser Maßnahme ist es, verbliebenes Gewebe des Zahninneren und Bakterien möglichst vollständig zu entfernen, die Zahninnenwände zu trocknen und den Hohlraum im Zahn hermetisch dicht vollständig zu verschließen, so dass es möglichst keinen Austausch von Stoffen zwischen dem Zahn und dem umgebenden Gewebe mehr gibt. Gelingt dies, kann ein wurzelkanalbehandelter Zahn lebenslang erhalten bleiben.  Die Wurzelkanalbehandlung kann durch eine Wurzelspitzenresektion ergänzt werden. Es handelt sich um eine Operation, bei der die Wurzelspitze abgetrennt und entfernt wird. Es kann dabei noch zusätzlich eine retrograde Füllung in die Wurzel eingebracht werden. Es wird dann in die Fläche der abgetrennten Wurzel eine Form zur Aufnahme einer Füllung erzeugt, die mit einer Füllung verschlossen wird. Eine Wurzelspitzenresektion kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Wurzelkanalfüllung nicht alleine ausreichend erfolgreich ist oder ein anderer Zugang zur Wurzelspitze nicht mehr möglich ist, der Zahn aber unbedingt erhalten werden soll. Grundsätzlich sind Wurzelkanalbehandlungen Bestandteil des Leistungsumfangs der gesetzlichen Krankenversicherung. Er ist aber durch die Wirtschaftlichkeitsgebote sehr eingeengt. So können dicke Backenzähne mit drei und mehr Wurzelkanälen nur in Ausnahmefällen zu Lasten der Krankenkasse behandelt werden. Darüber hinaus bieten wir allen Patienten moderne Verfahren an, die die Erfolgssicherheit der Wurzelkanalbehandlung erheblich steigern, die außerhalb der Möglichkeiten des Rahmens der gesetzlichen Krankenkasse liegen. Trotz größter Sorgfalt sind die Ergebnisse von Wurzelkanalbehandlungen nicht immer komplikationslos und erfolgreich. Die Wurzelbehandlung wird in der Regel in ein bis zwei Sitzungen abgeschlossen. Während die eigentliche Behandlung nahezu immer beschwerdefrei möglich ist, kann es in den Tagen nach der Behandlung zu leichten, in sehr seltenen Fällen auch starken Beschwerden kommen.

Unser Service:

  • Das 1-Behandlerprinzip – Zahn- und kieferorthopädische Behandlungen aus einer Hand
  • Unser Familienservice – Gemeinsame Termine vor Ort

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Montags und Donnerstags von 08:00 – 13:00 Uhr und 14:30 – 18:00 Uhr
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