Prophylaxe

Bestehende Zahnerkrankungen stoppen und für beste Mundgesundheit sorgen: Das kann moderne Prophylaxe heute leisten – strahlendes Lächeln und angenehmer Atem inklusive. Die Vorsorgemaßnahmen in der Zahnheilkunde sind wissenschaftlich in ihrer Wirksamkeit über viele Jahre sehr gut erforscht und außerordentlich erfolgreich. Individuelle Prophylaxe schützt vor Karies und Parodontitis. Gute Mundgesundheit verringert sogar die Risiken, an arteriellen Verschlusskrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. Prophylaxe ist der wichtigste Grundbaustein moderner Zahnheilkunde und liegt uns daher als Angebot für unsere Patienten besonders am Herzen.

Prophylaxe ist integraler Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Sie begleitet unsere Patienten vom ersten Zahn an ein Leben lang. Auf drei Säulen fußt ein modernes Prophylaxe-Konzept: Häusliche Mund- und Zahnpflege, regelmäßige wiederholende zahnärztliche Untersuchungen und die regelmäßige Betreuung durch die Prophylaxe-Assistenz. Die wichtigsten Grundleistungen sind professionelle Zahnreinigung (PZR) und unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT).

Professionelle Zahnreinigung

Ziel einer professionellen Zahnreinigung (PZR) ist die Beseitigung aller klinisch erreichbaren Beläge, also auch unterhalb des Zahnfleischsaums. Um dies zu erreichen, nutzt man Ultraschall, Pulverstrahlgeräte (Airflow), Handinstrumente (Curetten, Scaler), Bürsten und Polierpasten. Wir empfehlen im Regelfall, zweimal im Kalenderjahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Leider werden die Kosten nicht durch den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Sehr viele Krankenkassen leisten jedoch Zuschüsse auf freiwilliger Basis. Die Berechnung der Kosten erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Dabei spielt es keine Rolle, ob man gesetzlich oder privat krankenversichert ist.

Zahnsteinentfernung

Zahnbelag (Plaque, Biofilm) wird nach Konsistenz in harte und weiche und nach Lokalisation in supra- und subgingivale Beläge (Konkremente) unterschieden. Unbeseitigter Zahnbelag entwickelt nach 48 Stunden krankmachende Eigenschaften. Zahnstein besteht aus Kalzium-Phosphatverbindungen, die sich aus dem Speichel in die zunächst weichen Zahnbeläge einlagern und schließlich so fest auf den Zahnoberflächen sitzen, dass sie durch häusliche Zahnpflege nicht mehr entfernt werden können. Diese müssen dann mit Ultraschallgeräten und Handinstrumenten entfernt werden. Zahnsteinentfernung ist ein Bestandteil einer professionellen Zahnreinigung, beschränkt sich aber auf die an der Oberfläche erreichbaren festen Ablagerungen. Beläge unterhalb des Zahnfleischsaums, weiche Auflagerungen und Verfärbungen sind nicht Bestandteil der Krankenkassenleistung. Die vorbeugende Wirkung, die mit einer professionellen Zahnreinigung erzielt wird, kann durch die einfache Entfernung von Zahnstein nicht erreicht werden.

Zahnpflege

Zahnpflege sollte systematisch und regelmäßig (mindestens zweimal täglich) erfolgen. Ich empfehle das sogenannte IAK-Prinzip (Innen, Außen, Kaufläche). Mit einer elektrischen (schallgestützten) Zahnbürste fällt das Putzen besonders leicht. Zähneputzen mit optischer Kontrolle im Spiegel, während die Lippe mit den Fingern abgehalten wird, verbessert die Qualität. Zahnpasta sollte fluoridhaltig sein und eine geringe Dentinabrasivität haben. Zahnzwischenraumpflege gehört unbedingt zur Zahnpflege dazu. Interdentalbürstchen oder Zahnseide sind die Mittel der Wahl. Bei empfindlichen Zahnhälsen sind Zahnpasten mit desensibilisierender Wirkung hilfreich. Blutungen beim Zähneputzen deuten auf Zahnfleischentzündungen hin, also auf Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontium). Schlechter Atem kann viele Ursachen haben, im Mundraum ist am häufigsten die chronische Entzündung des Parodontiums – also die Parodontitis – verantwortlich.

Parodontitis

Parodontitis ist die Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen. Sie ist die Krankheit, die für die meisten Zahnverluste verantwortlich ist. Der Verlauf der Parodontitis ist sehr oft chronisch, verursacht lange Zeit keine Schmerzen und bleibt oft viel zu lange unbemerkt. Zahnfleischbluten ist das wichtigste Symptom bei der Parodontitis. Sollten sie Zahnfleischbluten bemerken, welches über mehrere Tage oder wiederholt auftritt, so sollten Sie Ihren Zahnarzt darauf ansprechen. Die Ursache sind bakterielle Zahnbeläge (Plaque). Ohne die Beläge kann weder Zahnfleischentzündung noch Parodontitis entstehen. Deshalb ist gute Mundhygiene der beste Schutz. Ziel der Parodontitis-Therapie ist es daher, die befallenen Zähne von dem Biofilm zu befreien und die Wiederbesiedlung mit Bakterien zu verhindern. Deshalb ist die entsprechende Nachsorge und die unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) so wichtig. Wenn Sie unsicher sind: Erste Hinweise kann der Parodontitis-Selbsttest der DPG liefern.

Kariesbehandlung

Karies ist die Erkrankung der Zahnhartsubstanz Zahnschmelz und Dentin. Die Ursache für die Entstehung von Karies ist ein multifaktorielles Geschehen, bei dem säureresistente Bakterien eine wichtige Rolle spielen. Ist der Schaden durch die Karies schon so groß, dass die Zahnoberfläche eingebrochen ist, dann kommt man am Bohren und anschließenden Füllen nicht vorbei. Die Kosten können je nach gewählter Methode, Qualität und gewünschter kosmetischer Wirkung sehr unterschiedlich sein. Wird die Karies früh genug entdeckt, dann sind Alternativen möglich. Sie reichen vom bloßen Beobachten der betroffenen Stelle über intensive Fluoridierungsmaßnahmen bis hin zur Kariesinfiltrationstherapie. Besonders junge Menschen sind von Karies betroffen. Die neu durchbrechenden Zähne müssen noch im Mund reifen, bis sie ihre volle Widerstandskraft gegen Karies erreichen.

Zähne versiegeln

Spricht man von Versiegelung, so ist meist Fissurenversiegelung gemeint. Als Fissuren bezeichnet man die Gräben und Grübchen im Oberflächenrelief der Kauflächen. Sie sind besonders anfällig für Karies. Durch hermetisch dichtes Verschließen der Gräben lassen sich diese empfindlichen Stellen schützen. Ein besonders günstiger Zeitpunkt zum Versiegeln der Fissuren ist kurz nach dem Durchbruch der Zähne, wenn gerade alle zu schützenden Stellen heraus schauen. Die Versiegelung ist bei allen Zähnen sinnvoll, die Fissuren und Grübchen haben. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten von Versiegelungen nur an dem 1.und 2. dicken Backenzahn. Bei der Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen ist auch die Glattflächen- oder Bracketumfeldversiegelung empfehlenswert. So kann man das Risiko von Karies oder Verfärbungen während der Behandlung reduzieren.

Unser Service:

  • Das 1-Behandlerprinzip – Zahn- und kieferorthopädische Behandlungen aus einer Hand
  • Unser Familienservice – Gemeinsame Termine vor Ort

Unsere Öffnungszeiten:

Montags und Donnerstags von 08:00 – 13:00 Uhr und 14:30 – 18:00 Uhr
Dienstags von 08:00 – 13:00 Uhr und 14:30 – 19:00 Uhr
Mittwochs von 08:00 – 12:00 Uhr
Freitags von 08:00 – 14:30 Uhr

So erreichen Sie uns:

Zahnarztpraxis Dr. Marc Werner
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53773 Hennef

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Telefon: 02242 / 913330
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